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Schlafapnoe, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen ein gefährliches Trio

Die Schlafapnoe und ihre Folgen


Schlafapnoe ist der medizinische Name für nächtliche Aussetzer der Atmung. Sie können langfristig die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Diabetiker sind für das Auftreten einer Schlafapnoe besonders gefährdet.

Während der Atempause sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Wenn das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, schüttet es Stresshormone aus. Der Schläfer wird - ohne es zu merken - geweckt und schnappt explosionsartig und laut hörbar nach Luft. Dann schläft er sofort wieder ein, bis zur nächsten Atempause. Zweihundert oder dreihundert, selbst vierhundert solcher Weckreaktionen in einer Nacht sind keine Seltenheit. Die Atempausen können sogar bis zu 2 Minuten dauern.

Die nächtlichen Atemaussetzer, bedeuten Stress für Körper und Gehirn, und der Organismus reagiert darauf mit einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen

Diese Hormone haben die Aufgabe, uns in akuten Gefahrensituationen für die Flucht oder Verteidigung bereitzumachen: Sie lassen den Blutdruck in die Höhe schießen, setzen die Zuckerreserven aus der Leber frei und hemmen gleichzeitig die Insulinwirkung – denn der Körper braucht in Gefahrensituationen natürlich besonders viel Zucker (Energie).



Nächtlicher Dauerstress
Diese Stressreaktion, die bei einer akuten Bedrohung durchaus sinnvoll und überlebensnotwendig ist, kann uns bei Dauerstress zum Verhängnis werden – denn dann sind Blutdruck und Blutzuckerspiegel permanent erhöht.

Daraus wird leicht verständlich, warum Schlafapnoiker mit ihrem allnächtlichen Stress ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben, an Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken.

Wie man inzwischen weiß, spielen für die Entstehung des Diabetes vor allem Grad und Häufigkeit der nächtlichen Hypoxien (Sauerstoffmangel in den Geweben aufgrund der Sauerstoffentsättigung des Blutes) und die Häufigkeit der Arousals (Weckreaktionen) eine sehr wichtige Rolle.



Treffen die beiden Volkskrankheiten Schlafapnoe und Typ-2-Diabetes, die in unserem Zeitalter des Übergewichts und der Bewegungsarmut immer häufiger werden, nun aufeinander, so entsteht eine hochexplosive Mischung:

Denn sowohl Schlafapnoe als auch Diabetes erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn jemand an beiden Krankheiten gleichzeitig leidet,
potenziert sich dieses Risiko.


Fazit: Unbehandelte Schlafapnoiker leben gefährlich.



CPAP gegen Zucker
Mittlerweile deuten mehrere wissenschaftliche Studien darauf hin, dass eine CPAP-Therapie einen bestehenden Diabetes mellitus bessern bzw. die Entstehung eines Typ-2-Diabetes verhindern oder zumindest hinauszögern kann.

Eine neuere amerikanische Studie hat beispielsweise gezeigt, dass der Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten und der HbA1c-Wert (Blutzucker-Langzeitwert) sich bei 25 stark übergewichtigen Patienten, die unter mittelgradiger bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe und Typ-2-Diabetes litten, durch CPAP senken ließ. Besonders ausgeprägt war dieser positive Effekt bei Patienten mit hoher Therapiecompliance (Nutzung des CPAP-Geräts länger als vier Stunden pro Nacht). Bei ihnen verbesserte sich außerdem der Blutzucker-Langzeitwert mit der Anzahl der CPAP-Therapietage immer mehr.

Deutsche Wissenschaftler von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konnten zeigen, dass sich auch bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe, die (noch) nicht an einem Diabetes leiden, die Insulinsensitivität durch CPAP-Therapie schon nach ein paar Tagen bessert – eine Wirkung, die auch nach mehrmonatiger Behandlung noch anhielt und bei den schlanken Probanden ausgeprägter war als bei den Übergewichtigen.


Flyer des Arbeitskreises Schlafapnoe Niedersächsischer Selbsthilfegruppen

 Diabetes 1 (1964,2 KB)



 Diabetes 2 (3050,8 KB)


 

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