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Pflege-TÜV jetzt stoppen
"Wie viele Menschen müssen eigentlich noch Opfer von schlechter Pflege werden, bevor der so genannte Pflege-TÜV endlich gestoppt wird?" Damit kritisierte Andreas Peifer, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz, heute in Mainz die Transparenzkriterien in der Pflege. Das System sieht die Benotung ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen mit Hilfe von Noten von "sehr gut = 1" bis "mangelhaft = 5" vor. Dabei können Noten, etwa die Note "Fünf" für mangelhafte Pflege durch eine "Eins", etwa in der Dokumentation, ausgeglichen werden.
Peifer, der auch Mitglied im Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz ist, forderte Sozialministerin Malu Dreyer auf, jetzt zu handeln und den Pflege-TÜV zu stoppen: "Wenn wir weitere Monate warten, bis alle MDKs in Deutschland ihre Ergebnisse vorlegen, leiden Menschen", so Peifer. Er bekräftigte die Forderung des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz die vorliegenden, bisher internen Prüfberichte des MDK im Sinne der Betroffenen zu veröffentlichen. "Das kostet keinen zusätzlichen Cent und wäre für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine echte Hilfestellung. Die MDK-Gutachten spiegeln die Realität wider und sind nicht schön gerechnet."

