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VdK-Zeitung 9/2010
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Verbindung zur Basis verloren gegangen
Olaf Hinstorff im Ruhestand
Weiterhin günstige Sondertarife
64 neue Mitglieder in Deichhorst
Mitgliederstark wie nie
Positive Mitgliederentwicklung in Norden
Verbindung zur Basis verloren gegangen
Kritik übte Vorsitzender Klaus Dziondziak anlässlich der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Essen an der Politik, die besonders bei Sparprogrammen die Interessen der "kleinen Leute" unberücksichtigt lasse.
"Die Verbindung zur Basis ist weitestgehend verloren gegangen", bemängelte Dziondziak. Dies habe sich unter anderem auch darin gezeigt, dass die große Unterschriftenaktion bezüglich der Senkung der Mehrwertsteuer bei Medikamenten nur lächelnd zur Kenntnis genommen worden sei. Es sei offenbar wichtiger, Hundefutter mit einem verminderten Mehrwertsteuersatz auszuzeichnen.
Der Vorsitzende wies auch auf das Lohnsystemproblem hin. So erhalte ein Beschäftigter mit einem Stundenlohn von 7,50 Euro nach 45 Beitragsjahren eine Rente von gerade einmal 535,49 Euro. Die Grundsicherung betrage 676 Euro. Es sei dringend erforderlich, das Lohn-Rentensystem zu überdenken. Um des sozialen Friedens willen solle auch über einen höheren Spitzensteuersatz und die Einführung einer Vermögenssteuer nachgedacht werden. Eine Haushaltssanierung auf Kosten der "kleinen Leute" sei unsozial und nicht christlich.
Kreisgeschäftsführer Hans-Jürgen Lehmann stellte in seinem Referat das Online-Pilotprojekt "Weisse Liste" vor, das Patienten und Versicherte bei der Arztsuche unterstützen soll und Patienten die Möglichkeit gibt, ihren Arzt mit einer entsprechenden Bewertung weiterzuempfehlen. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen, darunter auch der Sozialverband VdK.
Massive Kritik übte der Kreisgeschäftsführer am Verhalten einer gesetzlichen Krankenkasse, die den Versuch unternommen habe, sich ihrer Verpflichtung zur Zahlung des Krankengeldes zu entziehen. So seien VdK-Mitglieder aufgefordert worden, einen Rentenantrag auf Erwerbsminderungsrente bei vorheriger Auflösung oder Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses zu stellen. Sobald ein Versicherter dieser Aufforderung nachkomme, entfalle für die gesetzliche Krankenkasse die Verpflichtung zur Zahlung des Krankengeldes. Stelle sich im Nachhinein dann heraus, dass der Versicherte keinen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente habe, sei der Verlust des Arbeitsplatzes nicht mehr rückgängig zu machen.
"Es ist schon außergewöhnlich, diese Ehrung vornehmen zu können. Ihr seid seit Bestehen des VdK dabei!" Mit diesen Worten überreichte Dziondziak gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern und dem Kreisgeschäftsführer die Ehrennadeln und -urkunden für 60jährige Mitgliedschaft an August Ahrens, Berta Arlinghaus, Franz Tepe und Paul Koopmeier. 50 Jahre gehört Willi Nürnberg, 25 Jahre gehören Theo Kläne und Maria Nipper sowie zehn Jahre Hannelore Ahrens, Ludger Landwehr und Jutta Tepe dem derzeit 111 Mitglieder zählenden Ortsverband an.
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