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Portal soll helfen Fehler in der Pflege zu vermeiden
Das falsche Medikament verabreicht, die Krankengymnastik des Bewohners vergessen: Gerade in der Altenpflege können Fehler oder Versäumnisse gravierende Folgen haben. Aus Angst vor Sanktionen werden solche Vorfälle von den Pflegern allerdings oft verschwiegen. Dass der Umgang mit Fehlern auch anders ablaufen kann, hat das «Kuratorium Deutsche Altenhilfe» auf der Altenpflege-Messe in Hannover gezeigt. Der Verein hat eine nach eigenen Angaben weltweit einzigartige Kommunikationsplattform entwickelt, auf der Fehler im Pflegealltag diskutiert werden können.
Wenn Versäumnisse im Alltag offener angesprochen würden, verbessere sich auch die Qualität der Pflege, sagte der Geschäftsführer des Kuratoriums, Peter Michell-Auli. Daher sei es wichtig, eigene Fehler einzugestehen und gemeinsam zu besprechen. Das heiminterne System funktioniert dabei ähnlich wie das Netzwerk Facebook. Mitarbeiter, Ärzte und Angehörige können sich auf der Plattform anmelden und über Vorfälle im Heim berichten.
«Eine Pflegekraft wird ungeduldig und stößt eine Bewohnerin in ihr Zimmer - wie kann man das vermeiden», heißt es dann beispielsweise von einem anonymen Benutzer. Oder: «Pflegekräfte rauchen in der Gegenwart von nichtrauchenden Bewohnern, muss das sein?» Gemeinsam mit den Kollegen oder Angehörigen sollen dann Lösungen oder Verbesserungsvorschläge gesammelt werden, um zukünftige Fehler zu vermeiden. (dpa/lni)

