Land will behinderte Kleinkinder besser integrieren

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Donnerstag, 21.01.2010

Land will behinderte Kleinkinder besser integrieren

Heister-Neumann: "Gemeinsame Erziehung von Anfang an"

Künftig sollen in Niedersachsen bereits Kleinkinder mit und ohne Behinderung gemeinsam erzogen werden. In einem zweieinhalbjährigen Modellprojekt werden ab Februar unter wissenschaftlicher Begleitung Erfahrungen gesammelt und ausgewertet, teilten das Sozial- und Kultusministerium am Montag mit.

Landesweit stehen 185 Plätze für behinderte Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Die Träger der Krippen und Kindertagesstätte können bei Bedarf Plätze für das Projekt beim Land beantragen.

Drei unterschiedliche Varianten sollen untersucht werden: Die Betreuung eines Kindes mit Behinderung in einer kleinen Kindertagesstätte, die Betreuung in einer Krippengruppe und die Betreuung von zwei oder drei Kindern in einer integrativen Krippengruppe. Die Gruppengröße ist auf maximal 15 Betreuungsplätze begrenzt. Werden Kleinkinder mit Behinderung in Einrichtungen aufgenommen, wird die Gruppengröße reduziert - bei zwei Behinderten auf zwölf Kinder ohne und bei drei Behinderten auf zehn. Eine Heilpädagoge soll die Kinder mit Behinderung in der Gruppe betreuen.

Gemeinsame Erziehung von Anfang an

«Wir setzen auf die gemeinsame Erziehung von Anfang an. Wir werden mit dem landesweiten Modellversuch wichtige Hinweise für eine kindgerechte und dem individuellen Bedarf angemessene Förderung erhalten», sagte Elisabeth Heister-Neumann (CDU). Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) meinte: «Je früher die Förderung von Kindern mit Behinderungen einsetzt, desto mehr Aussicht auf Erfolg hat sie.»

Das Kultusministerium finanziert das Projekt mit 1,05 Millionen Euro. Das Sozialministerium und die Kommunen stellen jährlich rund 3 Millionen Euro aus Sozialhilfemitteln bereit. (dpa/lni)

Schlagworte zu dieser Seite: gemeinsame Erziehung, Behinderte, Kleinkinder

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