Sozialverband VdK fordert Maßnahmen gegen Altersarmut

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Donnerstag, 05.11.2009

Sozialverband VdK fordert Maßnahmen gegen Altersarmut

Nach Auffassung des Sozialverbands VdK Deutschland sagen die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung viel über die wachsende Altersarmut in Deutschland aus. Demnach erhielten Ende 2008 rund 768.000 Menschen und damit 1,1 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Gegenüber 2007 erhöhte sich damit die Zahl der Hilfebezieher um rund 35.000 Personen oder 4,8 Prozent.

"Die stark steigende Zahl von Leistungsbeziehern der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist ein Warnsignal für künftige Altersarmut", erklärte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Der VdK fordert seit langem, die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und dauerhaft Erwerbsgeminderte anzuheben und jährlich unter Beachtung der Preisentwicklung bedarfsgerecht anzupassen.

Mascher mahnte die Bundesregierung erneut an, Maßnahmen gegen die wachsende Altersarmut in Angriff nehmen, um zu verhindern, dass immer mehr Menschen im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. "Die gesetzliche Rente und die Erwerbsminderungsrente müssen armutsfest gemacht werden", erklärte Mascher. Dazu gehöre die Abschaffung der Rentenabschläge für Erwerbsminderungsrentner, die aus Krankheitsgründen nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiten können. Zudem sollte sichergestellt werden, dass die gesetzliche Rente nach langjähriger vollzeitnaher Erwerbstätigkeit deutlich über dem Grundsicherungsniveau liegt.

Heute muss ein Durchschnittsverdiener bereits 28 Jahre einen entsprechenden Beitrag zahlen, um eine Rente entsprechend der Grundsicherung zu erhalten. "Das allgemeine Rentenniveau muss insbesondere durch Streichung der Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel wieder angehoben werden. Für Menschen, die lange Jahre im Niedriglohnbereich gearbeitet haben, müssen die niedrigen Rentenversicherungsbeiträge aufgewertet werden", betonte Mascher. (Cornelia Jurrmann)

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