Informationen zum Gesundheitsfonds

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Informationen zum Gesundheitsfonds

Themenfoto: Eurogeldscheine und Stethoskop

Der Gesundheitsfonds ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Gesundheitsreform. Durch ihn ändert sich die Finanzierungsstruktur der Gesetzlichen Krankenkassen erheblich. Statt unterschiedlicher Beitragssätze gilt dann für alle gesetzlichen Krankenkassen ein einheitlicher Beitragssatz. Er wurde vom Gesetzgeber für 2009 auf 15,5 Prozent festgelegt.

Was ist der Gesundheitsfonds?

Seit 1.1.2009 verbleiben die Beiträge, die die Versicherten, die Arbeitgeber und Rentenversicherungsträger für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen, nicht bei den Krankenkassen, sondern fließen - zusammen mit Steuerzuschüssen - in einem gemeinsamen "Topf": den Gesundheitsfonds. Es handelt sich also um eine zentrale Geldsammelstelle.

Insgesamt fließt Geld von drei verschiedenen Stellen in den Gesundheitsfonds:

  • von den versicherten Beitragszahlern und -zahlerinnen
  • von den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen bzw. den Rentenversicherungsträgern
  • vom Staat

Einschub: Fonds oder Fond?

Einschub überspringen

Grafik: ein lachender Smiley

Man spricht von einem "Fonds", wenn es um das Finanzwesen, in diesem Fall eine Geldsammelstelle, geht. Der "Fond" - ohne s - bezeichnet Flüssigkeit, die beim Garen von Lebensmitteln entsteht.

Ende des Einschubs.

Verwaltet wird der Fonds vom Bundesverwaltungsamt. Die Krankenkassen erhalten aus dem Gesundheitsfonds nicht alle die gleiche Summe zugeteilt, sondern die Verteilung erfolgt über einen bestimmten Schlüssel. Dabei werden zum Beispiel das Alter, Geschlecht und der Gesundheitszustand der Versicherten berücksichtigt. So erhält jede Krankenkasse einen Einheitsbeitrag pro Versichertem und zusätzlich Aufschläge für Risiken, Alterstruktur und Zuweisungen für aufwändige Leistungsfälle.

Wenn die Krankenkassen nicht mit dem ihnen zugeteilten Geld auskommen, dann können sie einen Zusatzbeitrag erheben. Vorher müssen sie aber alle Wirtschaftlichkeitsreserven ausgeschöpft haben, also zum Beispiel durch Hausarztmodelle, Selbstbehalttarife und dergleichen. Manche Krankenkassen wollen ihren Versicherten auch Prämien auszahlen, falls sie Überschüsse erwirtschaftet haben. (cl)

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