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Nächste Gesundheitsreform ist vorprogrammiert
"Mit der Verabschiedung der Gesundheitsreform ist die nächste Reform bereits vorprogrammiert. Die Reform liegt spätestens in zwei bis drei Jahren wieder auf dem Tisch", erklärte der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, anlässlich der Verabschiedung der Gesundheitsreform im Bundesrat.
Kommen die gesetzlichen Krankenkassen mit dem Einheitsbetrag aus dem Gesundheitsfonds nicht klar, können sie ab 2009 einen Zusatzbeitrag von bis zu acht Euro bei den Versicherten ohne Einkommensprüfung erheben. Der Zusatzbeitrag belastet Rentner und Kleinverdiener überproportional. Wer weniger als 800 Euro Rente hat, bei dem würde dieser Beitrag über einem Prozent liegen.
Betroffene Rentner müssten also mehr vom geringen Einkommen als Zusatzbeitrag zahlen als andere Versicherte. VdK-Präsident Walter Hirrlinger: "Daher muss eine generelle Regelung getroffen werden, die das ausschließt. Rentner und Geringverdiener unter 800 Euro müssen vom Zusatzbeitrag befreit werden."
Der Zusatzbeitrag verschärfe den Trend hin zur Privatisierung von Gesundheitsleistungen und höhle die Grundprinzipien der Solidarität und Parität in der Krankenversicherung weiter aus, denn die Arbeitgeber seien nicht betroffen, so Hirrlinger. (Sabine Kohls)



