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Unsere Forderungen zur Bundestagswahl
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
der Sozialverband VdK Deutschland ist parteipolitisch neutral, aber nicht unpolitisch. Er vertritt die sozialpolitischen Interessen seiner 1,4 Millionen Mitglieder sowie die Interessen von 20 Millionen Rentnern, acht Millionen Menschen mit Behinderung, sieben Millionen Menschen, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, und 2,3 Millionen Pflegebedürftigen mit deren Angehörigen. Diese Bevölkerungsgruppen stellen mehr als die Hälfte der 62 Millionen Wahlberechtigten für die Bundestagswahl 2009.
Unsere Forderungen sind mehrheitsfähig, weil sie die Mehrheit der Bevölkerung unmittelbar betreffen. Und gegen die Mehrheit der Bevölkerung lassen sich bekanntlich keine Wahlen gewinnen.
Deshalb wird der VdK alle Parteien und Politiker, die am 27. September für den Bundestag kandidieren, öffentlich mit seinen grundlegenden Forderungen konfrontieren und sie auffordern, dazu Stellung zu nehmen, damit die Wählerinnen und Wähler wissen, woran sie sind.
Ihre Ulrike Mascher,
Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland
Finanzkrise darf nicht zu Sozialkürzungen führen
Rentner, Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderung, Kranke und Pflegebedürftige haben die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verursacht. Deshalb dürfen sie jetzt auch nicht deren Opfer werden. Jetzt den Rotstift bei Sozialleistungen anzusetzen, wäre ungerecht und falsch.
Weiterer Sozialabbau mindert die Kaufkraft vieler Menschen, schwächt die Konjunktur, führt zu mehr Armut, fördert die Politikverdrossenheit, schadet der Demokratie und gefährdet den inneren Frieden.
Daher hat der Sozialverband VdK die folgenden Forderungen zur Bundestagswahl 2009 aufgestellt:
- Rente muss Altersarmut verhindern. Deshalb brauchen wir höhere Renten für Geringverdiener und Arbeitslose sowie ungekürzte Rentenanpassungen für alle Rentner.
- Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben. Der Teufelskreis "Höhere Beiträge bei geringeren Leistungen" muss durchbrochen werden.
- Pflege muss menschenwürdig sein. Pflegebedürftige und deren Angehörige dürfen vom Staat nicht im Stich gelassen werden.
- Behinderung darf kein Nachteil sein. Menschen mit Handikap brauchen Chancengleichheit und Barrierefreiheit in Alltag, Schule und Beruf. Sie sind keine Menschen zweiter Klasse.
- Armut in allen Altersgruppen muss nachhaltig bekämpft werden. Wachsende Armut ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Deutschland.
Der Forderungskatalog zum Download als PDF:
Zu den Forderungen des VdK zur Bundestagswahl 2009 im Einzelnen:
Die Rente muss Altersarmut verhindern
Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben
Wir brauchen eine menschenwürdige Pflege
Menschen mit Behinderung brauchen Chancengleichheit und Barrierefreiheit
Armut in allen Altersgruppen muss nachhaltig bekämpft werden
Wie kann das alles finanziert werden?
Belastungen der Rentner von 1992 bis heute


